Cinderella, Froschkönig & Co. – Märchen als Kindheitsprogrammierung die dein Erwachsenenleben steuern
- 7. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Welches war dein Lieblingsmärchen als Kind?
Halt kurz inne. Denk wirklich nach.
Und jetzt die zweite Frage — die die alles verändert:
Wie lebst du heute?
Wartest du noch immer auf jemanden der kommt und dein Leben rettet?
Gibst du dich hin — und hoffst dass es diesmal anders wird?
Versteckst du deine schönsten Seiten, weil du Angst hast aufzufallen?
Glaubst du, tief im Inneren, dass Liebe bedeutet eingesperrt zu sein?
Wenn bei einer dieser Fragen etwas in dir zuckt — dann lies weiter.
Denn was ich dir jetzt zeige, hat nichts mit Zufall zu tun.
"Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute."
Dieser Satz steht am Ende fast jedes Märchens.
Harmlos. Beruhigend. Fast wie ein Versprechen.
Aber was macht er mit einem Kind?
Ein Kind denkt nicht abstrakt. Ein Kind denkt konkret. Und ein Kind will eines vor allem — dass niemand stirbt.
Also übernimmt es die Rolle. Vollständig. Zu 100%.
Nicht weil es dumm ist. Sondern weil es liebt. Und weil es noch nicht unterscheiden kann zwischen Geschichte und Wahrheit.
Das ist keine Fantasie. Das ist psychologische Programmierung von kleinen Kindergehirnen — in einer Zeit in der das Gehirn noch alles ungefiltert aufnimmt, wie ein Schwamm der nicht wählen kann was er absorbiert.
Die Programme — eines nach dem anderen
Cinderella
Warten. Putzen. Dienen. Still leiden. Und irgendwann — wenn man brav genug war, schön genug, bescheiden genug — kommt er. Der Prinz. Und rettet uns.
Das Kind lernt: Ich bin es nicht wert so wie ich bin. Ich muss erst verdienen. Ich muss warten.
Ich war mein Leben lang Cinderella. Seit der Kindheit. Wartend. Dienend. Das Leben auf später vertröstend.
Froschkönig
Wie viele Frösche hast du geküsst in der Hoffnung dass einer zum Prinzen wird?
Einen? Fünf? Zwölf?
Das Kind lernt: Liebe bedeutet jemanden zu verwandeln. Wenn ich nur genug gebe, genug liebe, genug aushalte — dann wird er eines Tages der sein den ich mir erträume.
Einen König habe ich übrigens nie wachgeküsst. Keinen einzigen. 😄
Schneewittchen
Immer die Schönste sein müssen. Immer verglichen werden. Immer in Gefahr wegen der eigenen Schönheit, der eigenen Kraft, des eigenen Lichts.
Das Kind lernt: Wer zu sehr glänzt wird vergiftet. Versteck dich lieber. Sei kleiner. Sei weniger.
Und wenn du trotzdem strahlst — dann pass auf. Der Apfel kommt bestimmt.
Rapunzel
Eingesperrt im Turm. Von jemandem der sagt er liebt sie.
Das Kind lernt: Liebe bedeutet eingesperrt sein. Wer dich wirklich liebt, lässt dich nicht gehen. Kontrolle ist Fürsorge. Enge ist Sicherheit.
Das sind die Missverständnisse der Liebe — tief ins Unterbewusstsein eingeschrieben, lange bevor wir unsere erste Beziehung hatten.
Der Regenbogenfisch
Kein Märchen — ein Bilderbuch. Und vielleicht das Subtilste von allen.
Der Regenbogenfisch ist wunderschön. Einzigartig. Seine Schuppen schimmern in allen Farben.
Und er wird gemobbt dafür.
Die Lösung? Er gibt seine Schuppen ab. Eine nach der anderen. Bis er so ist wie alle anderen.
Und dann — erst dann — wird er akzeptiert.
Das Kind lernt: Habe nichts was dich aussergewöhnlich macht. Sonst wirst du verachtet. Gib deine Gaben ab. Sei normal. Pass dich an.
Wie viele Menschen verstecken heute ihre schönsten Schuppen — ihre Talente, ihre Kreativität, ihre Einzigartigkeit — weil ein Bilderbuch ihnen einst sagte: das macht dich zur Zielscheibe?
Meine Geschichte — die Goldkugel
Im Märchen vom Froschkönig fällt der Prinzessin ihre goldene Kugel in den Brunnen. Ihr kostbarster Besitz. Verloren.
Diese war mein liebstes Märchen. Und genau dieses Muster hat sich in meinem Leben wiederholt - ständig. Ich habe immer meinen kostbarsten Besitz hergegeben für die Liebe, mein wahres ich. Weil ich dachte unter allen Umständen gefallen zu müssen, Mich zu verbiegen. Und jedesmal sind die Beziehung gescheitert.
Ich hatte tatsächlich immer Frösche geküsst - zum versprochenen Prinzen wurden sie nie. Natürlich war das nicht deren Schuld - es war meine innere Programmierung. Heute weiss ich das.
Nach einer PSYCH-K® Balance gibt es immer einen Actionstep, den Startknopf um das neue Programm zum laufen zu bringen.
Ich habe mir meine Goldkugel zurückerobert - Frösche Küssen ist nicht so meins.
Ja, wirklich. Eine Messingkugel — sie glänzt wie Gold. Und in dem Moment als ich sie in den Händen hielt, war da dieses Gefühl das sich nicht in Worte fassen lässt und es trotzdem tut:
Das gehört mir. Das war immer meins. Ich hole es mir zurück.
Befreiend. Symbolisch und real zugleich.
Das Märchen hat aufgehört. Und ich habe angefangen.
Welches Märchen lebst du?
Die Frage ist nicht ob du eines lebst.
Die Frage ist — welches? Und seit wann?
Und bist du bereit, es zu beenden?
Ich garantiere Dir - es wird befreiend für dich sein.
Du willst tiefer gehen?
Neugierig welches Märchen du lebst — und wie wir es gemeinsam auflösen?
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